Die Verführungskünstler

Genre: Dokumentarfilm | Spieldauer: 74 Min. | Filmsprache: Deutsch

Beschreibung

Ein richtiger Kerl sein, ein Alpha-Mann, jemand den Frauen beachten und wollen – dies ist das erklärte Ziel von Gabriel, Robert und Sebastian. Die drei jungen Männer zwischen 20 und 24 Jahren leben in Göppingen, Berlin und Stuttgart und sind Teil der Pick-up-Szene.

Pick-up steht für Verführungskunst und ist eine Art detaillierte Bedienungsanleitung für Männer, wie man Frauen verführt. Konkrete Handlungsanweisungen, Regeln sowie Strategien für jede Situation vereint Pick-up zu einer simpel erlernbaren Methode. Neben der Internet-Community gibt es beinahe in jeder deutschen Stadt einen Pick-up-Stammtisch. Hier tauscht man sich genauestens über Frauen und neueste Verführungsstrategien aus: vom ersten Kuss, über die richtige SMS-Antwort bis hin zu Beziehungstipps. Zudem wächst die Szene immer weiter durch kommerzielle Anbieter, die Pick-up als Geschäftsmodell entdeckt haben.

Der Film ‚Die Verführungskünstler’ nimmt uns mit auf die Suche von Gabriel, Robert und Sebastian nach ihrer Rolle als Mann und dem Erfolg bei Frauen. Dieser Weg ist jedoch nicht so einfach wie gedacht: Immer wieder haben die drei mit enttäuschten Erwartungen, Zweifeln, Skrupeln und Kritik zu kämpfen.

Die Jurybegründung

BESTER DOKUMENTARFILM: 'Die Verführungskünstler'

„Dem Film gelingt es mit großer Leichtigkeit, dem Zuschauer einen Einblick in die Nöte des modernen jungen Mannes zu ermöglichen, der sein Heil aus der Frauenlosigkeit in einem männerbündlerischen System sucht. Die (sogenannte) Pick-Up-Szene schafft mit zahlreichen Gruppenritualen bis hin zu einer eigenen Code-Sprache eine Gesellschaft innerhalb unserer Gesellschaft und versucht, eines der letzten Reservate des Privaten zu regeln. Berührend ist der Weg des sympathischen Haupt-Protagonisten vom schüchternen und gehemmten Jungen zum eifrigen Pick-Up-Eleven bis hin zu seiner Bewusstwerdung, dass er sich im Grunde seines Herzens nicht ungezählte Sex-Abenteuer wünscht, sondern (Zitat) „bedingungslose Liebe“. Er möchte als Mensch angenommen werden – so wie er ist. Der gelungene Einsatz von Videotagebüchern schafft eine eindringliche Nähe zu den Protagonisten, wohingegen das Stilmittel der Lexikon-Einträge die Pick-Up-Sprache verständlich macht und dabei eine ironische Distanz ermöglicht. Insgesamt also ein berührender Film, der seine Protagonisten in ihrer Notgemeinschaft ernst nimmt und in humorvoller Weise ein existentielles, intimes Grundbedürfnis der Menschheit thematisiert – nämlich die Sehnsucht nach Liebe und Akzeptanz.“

Dokumentarfilmblock 1

Vorstellung

am 6.12.2013
um 20:00 Uhr
im Metropol Kino StuttgartZum Ticket-Vorverkauf

Credits

Regie:

Johanna Bentz

Produzent:

Arek Gielnik

Drehbuch:

Johanna Bentz

Kamera:

Jonas Römmig

Schnitt:

Valesca Peters

Musik:

Tubbe

Ton:

Johannes Peters


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